Physiotherapie für Pferd und Reiter

„Wer diese schöne Kunst (Reitkunst) nicht zum Handwerk herabwürdigen will, der befleißige sich zuerst, den eigenen Körper zu üben und aller seiner Teile geschmeidig und beweglich zu machen, damit nicht die steifen Glieder dem besseren Verständnis und Gefühl Fesseln anlegen.“ (Steinbrecht)

Wie dieses Zitat von Steinbrecht zeigt, sind Übungen für Reiter am Boden, ohne Pferd, keine neumodische Erscheinung, sondern wurden auch schon vor über 100 Jahren für gutes Reiten vorausgesetzt. Heute sind sie jedoch wichtiger denn je! Meistens verbringen wir den Tag sitzend: In der Schule, am Schreibtisch, im Job vor dem Rechner oder wir sitzen im Auto. Die Einschränkung in der Bewegung sollte man nicht mit aufs Pferd nehmen.

Ines Andresen, staatl. anerkannte Physiotherapeutin, Pferdephysiotherapeutin und -osteopathin, hat einem Dutzend Reitfreunde erläutert, warum das für das Miteinander von Pferd und Reiter nicht gut ist. An einem kalten, aber sonnigen Tag Ende Februar, haben wir im ersten Teil eine „Gang“-Analyse gemacht und viele Gymnastikübungen im Stehen und am Boden gelernt, wie sich der Rücken lockern lässt und die Mobilität wieder hergestellt werden kann. Im zweiten Teil sind wir dann geritten und Ines Andresen hat uns kleine Übungen auf unseren Pferden gezeigt. Es war ein interessanter Tag, der doch den ein oder anderen Muskelkater am nächsten Tag hervorgebracht hat. Und nun werden wir wohl alle immer uns lockern, lockern, lockern…